EMS Training gleich Ganzkörpertraining?

Im Grunde genommen ja, denn der Strom mit den 16 Elektroden verteilt sich symmetrisch über den gesamten Körper.

Jedoch findet der Großteil des Trainings im Stehen statt, was heißt, die untere Rumpfmuskulatur, Gesäß und Beine machen die meiste Arbeit.

Das EMS Training bleibt immer ein Ganzkörpertraining, jedoch kann während des Trainings auch der Fokus auf andere Körperteile gelenkt werden, eben durch die Übungsauswahl.

Kräftige Rumpfmuskulatur und kräftige Beine sind wichtig für den gesamten Körper, da diese beim herkömmlichen Training mit Kraftgeräten oder Freihanteln im Bezug zum Oberkörper zu kurz kommen.

Das symmetrische Reize setzen zum Stromimpuls ist bei unserem Trainingskonzept sehr wichtig.

Was sind nun gute ergänzende Übungen für den Oberkörper.

Viele greifen auf Hanteln, Gummibänder oder andere Hilfsmittel dieser Art zurück. Warum diese nur in bestimmten Fällen erste Wahl sein sollten, liegt daran, dass diese Übungen im offenen System ausgeführt werden.

Was ist nun das "offene System"? Das Begriff offenes System bezieht sich darauf, wie der Kraftfluss durch den Körper verläuft, beim Anwenden von externen Gewichten . Im Fall beim EMS Training, also im Stand mit Zusatzgewichten, ist der Rumpf ca. unterhalb des Bauchnabels und die Beine das punktum Fixum und der Teil überhalb des Bauchnabels und die Arme sind das punktum Mobile.

Das Gegenstück dazu wäre das Training im "geschlossen System". Diese Art des Trainings ist im Gesundheitssport und dem herkömmlichen Fitnesstraining die erste Wahl.

Hierbei sieht es so aus, dass der Körper in seinem Kraftfluss rein geschlossen ist. Beispiele dazu sind, Liegestütze, Planking, Dips uvm.

Was sind die Unterschiede beim Training?

Das Training im offenen System dient z.B. besonders dem Differenzieren von Muskeln und dem isolierten Training einzelner Partien um diese für eine bestimmte Bewegung herauszuarbeiten, bzw. die intramuskuläre Koordination und die Stoffwechselsituation im Muskel zu verbessern.

Dies führt jedoch häufig beim normal trainierenden zu Trainingsfehlern und auch zu Überlastung einzelner Strukturen. Für die Zielsetzung im Fitness- und Gesundheitssport ist dies unnötig.

Das Training im geschlossenen System.

Dieses ist besonders für den Freizeit- und Gesundheitssport geeignet. Der Kraftfluss verläuft durch den gesamten Körper und fordert somit nicht nur die intra- sondern auch die intermuskukläre Koordination.

Für eine harmonische Kraftentwicklung, eine symmetrische Entwicklung der Muskulatur, die perfekte Art der Übungsauswahl.

Gefahr bei den Übungen ohne Anleitung ist eine unsaubere Übungsausführung und Zwangslagen in bestimmten Gelenken zu provozieren.

Geräte oder Hilfsmittel die dazu geeignet sind, sind TRX Schlingen und das Bodyweight- Training.

Es ist nicht nötig die Kunden oder das eigene Training mit einer Vielzahl von Übungen zu überladen. Eine gezielte Auswahl und saubere Ausführung ist das A und O einer jeden Trainingseinheit, genauso wie eine Trainingszeit von deutlich über einer Stunde.

Viel zu oft beobachtete ich Trainierende, die ziellos Übungen im geschlossenen und offenen System mischen, genauso wie Isolations- und Grundübungen. Somit kann sich der Erfolg auch nicht im gewünschten Rahmen einstellen.

Euer Alexander

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